Die beste Musik für deinen Kurs unterstützt die Bewegung, statt sie vorzugeben. Ein Tempo um 100 BPM ist ein guter Ausgangspunkt. Stimme die Tracks anschließend auf den Kursschwerpunkt und die Energie der einzelnen Abschnitte ab. Zu einer effizienten Vorbereitung deines Pilates-Kurses gehört außerdem, dass Übungsabfolge, Anweisungen, Raumaufbau und Zeitplanung stehen, bevor die Teilnehmenden eintreffen.
Ein durchdachter Plan gibt dir mehr Freiraum für klare Anleitungen. Musik kann die Atmosphäre prägen, ist aber nur ein Teil eines stimmigen Kurses. In diesem Leitfaden geht es darum, passende Musik auszuwählen, einen klaren Schwerpunkt zu setzen, den Raum vorzubereiten, gezielt anzuleiten, Abwechslung einzubauen und die einzelnen Abschnitte zeitlich zu planen. Nutze ihn als praktische Grundlage für eine in sich schlüssige Stunde, ohne jeden Kurs gleich zu gestalten.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Bereite Raum und Geräte vor, bevor die Teilnehmenden eintreffen, und plane Zeit für eine kurze Sicherheitseinweisung sowie individuelle Einstellungen ein.
- Behalte eine vertraute Kursstruktur bei und tausche einzelne Übungen aus oder biete Varianten an, damit die Stunde abwechslungsreich und anpassbar bleibt.
- Gib klare Anweisungen zum richtigen Zeitpunkt, die Bewegung, Ausrichtung und Atmung miteinander verbinden, damit die Teilnehmenden der Abfolge sicher folgen können.
- Gib jedem Kursabschnitt einen klaren Zweck und teile die Zeit bewusst ein – mit kleinen Puffern für Übergänge.
- Wähle ein einziges Kursziel, an dem du deine Übungsauswahl ausrichtest. ReformerFlow unterstützt dich bei der Kursplanung mit einer Bibliothek von über 400 Übungen.
Inhaltsverzeichnis
- Raum, Geräte und Sicherheitseinweisung vorbereiten
- Abwechslung schaffen, ohne alles zu verändern
- Klare Bewegungs- und Atemanweisungen geben
- Zeit für die einzelnen Kursabschnitte einplanen
- Kursschwerpunkt und Kursziel festlegen
- ReformerFlow von Ginty: Das ReformerFlow App-Abo
Raum, Geräte und Sicherheitseinweisung vorbereiten
Verkürze die Auf- und Abbauzeit, indem du jeden Trainingsplatz vor Kursbeginn vorbereitest und danach immer nach derselben Reihenfolge aufräumst. Reserviere bei einem 60-minütigen Kurs 3-5 Minuten für den Einstieg, einschließlich Sicherheitschecks und Hinweisen zur Geräteeinstellung.
- ### Geräte für Reformer Pilates vorbereiten
Stelle jeden Reformer für die erste Übung ein, überprüfe die Federn und halte den Bereich um den Schlitten frei. Lege die vorgesehenen Hilfsmittel an jedem Platz bereit, damit du sie nicht während des Kurses holen musst. Wenn du mehrere Gerätetypen einsetzt, stelle die für die Abfolge benötigten Geräte und Zubehörteile zusammen und räume alles weg, was nicht gebraucht wird. Bei Reformer Pilates können auch ein Wunda Chair oder Cadillac zum Einsatz kommen. Bereite deshalb nur das vor, was du für die Stunde brauchst.
- ### Auf- und Abbauzeit verkürzen
Nutze zwischen den Kursen immer dieselbe Anordnung der Trainingsplätze und dieselbe Reihenfolge beim Aufräumen. Lege Hilfsmittel an ihre festen Plätze zurück, halte Laufwege frei und notiere, welche Geräte vor der nächsten Gruppe überprüft werden müssen. Plane für Geräte- oder Mattenwechsel jeweils 15-30 Sekunden Puffer ein. Eine feste Routine erleichtert Übergänge, ohne Zeit von der eigentlichen Übungsabfolge abzuziehen.
- ### Eine kurze Geräteeinweisung geben
Erkläre vor der ersten Übung, wie die Teilnehmenden sicher an die Geräte herangehen. Zeige in einem Geräteeinführungskurs oder bei der ersten Stunde neuer Teilnehmender die Ausgangsposition und die passende Federeinstellung. Beschränke die Demonstration auf das, was für die erste Bewegung wichtig ist. Bitte die Teilnehmenden, dir Schmerzen oder Beschwerden, auch im Nacken oder Rücken, vor Kursbeginn mitzuteilen.
- ### Eine knappe Sicherheitseinweisung geben
Nutze die ersten Minuten für die wichtigsten Hinweise zu Geräteeinstellung und Sicherheit. Bitte die Teilnehmenden, Schmuck und Accessoires abzulegen, die sich in den Federn verfangen könnten. Lange Haare lassen sich zusammenbinden, damit sie bei der Bewegung nicht ins Gesicht fallen. Gib klare Anweisungen, bevor die Teilnehmenden ihre Position wechseln oder Geräte verstellen – nicht erst, wenn der Übergang bereits begonnen hat.
- ### Geräteübungen für die Matte anpassen
Wenn du mit Matten statt mit Geräten arbeitest, wähle Übungen, die sich sinnvoll auf die Matte übertragen lassen. Rowing lässt sich mit leichten Hanteln anleiten, während ein Handtuch bei Knee Stretches das Gleiten der Knie erleichtern kann. Erkläre vor Beginn der Bewegung, wozu jedes Hilfsmittel dient und wo es platziert wird. So bleibt die Abfolge stimmig und die Teilnehmenden können sich auf die Übung konzentrieren, statt nach Zubehör zu suchen.
- ### Den Raum vor Ankunft der Teilnehmenden prüfen
Gehe vom Eingang aus zu jedem Trainingsplatz. Prüfe, ob die Geräte zugänglich sind, die Hilfsmittel bereitliegen und genügend Platz für sichere Bewegungen vorhanden ist. Dieser letzte Rundgang hilft dir, ungünstige Anordnungen zu erkennen, bevor sie den Kurs stören. Ein vorbereiteter Raum sorgt für eine ruhige Atmosphäre und lässt dir mehr Aufmerksamkeit für klare Anleitungen.
Abwechslung schaffen, ohne alles zu verändern
Behalte die vertraute Stundenstruktur bei und variiere gezielt einzelne Übungen oder Bewegungsoptionen. So erleben die Teilnehmenden einen neuen Trainingsschwerpunkt, ohne eine komplett neue Abfolge lernen zu müssen.
- Behalte den Kursrahmen bei und gestalte einen Abschnitt neu. Lass zum Beispiel Einstieg und Abschluss gleich und ändere nur die zentrale Kräftigungssequenz. Vertraute Übergänge erleichtern das Mitmachen, während ein klarer Zweck die neuen Übungen einordnet. Nur weil eine Übung anders ist, musst du nicht den ganzen Kurs verändern.
- Biete eine Steigerung und eine erleichterte Variante derselben Bewegung an. Setze Half Roll Downs vor den Roll Up und lade Anfänger dazu ein, bei den Half Roll Downs zu bleiben, wenn sie noch mehr Vorbereitung brauchen. So können alle innerhalb einer gemeinsamen Abfolge auf die vollständige Bewegung hinarbeiten. Die Variante schafft Wahlmöglichkeiten, ohne die Stunde in separate Kurse aufzuteilen.
- Verändere den Bewegungsschwerpunkt, statt jede Übung auszutauschen. Eine vertraute Abfolge kann sich in einer Woche auf das kontrollierte, segmentweise Bewegen der Wirbelsäule konzentrieren und beim nächsten Mal auf Gleichgewicht oder Koordination. Nenne den Schwerpunkt vor Beginn und wähle Übungen, die ihn deutlich machen. So bleibt deine Planung am Kursziel ausgerichtet und jede Variante hat einen erkennbaren Zweck.
- Verändere immer nur einen Faktor. Du könntest den Bewegungsumfang, die Reihenfolge zweier Übungen oder den Übergang dazwischen anpassen. Wird eine Bewegung dadurch ungewohnt, behalte ihre Ausgangsposition und die zentrale Anweisung bei. So kannst du leichter beobachten, wie die Teilnehmenden reagieren, und entscheiden, ob du die Änderung in künftige Stunden übernehmen möchtest.
- Nutze eine kurze Einheit, um Abwechslung in der Übungsabfolge auszuprobieren. Eine Pilates-Einheit von 15 oder 20 Minuten kann 25-30 Übungen enthalten. Füge deshalb keine Bewegungen hinzu, ohne Übergänge und Anweisungen mitzudenken. Gruppiere stattdessen zusammengehörige Übungen und streiche Schritte, die den Ablauf unterbrechen. Ein klarer Aufbau ist wichtiger als Neues um seiner selbst willen.
- Wiederhole bewährte Übungen mit einem neuen Fokus in deiner Anleitung. Die Teilnehmenden können eine vertraute Übung erneut ausführen, während du ein anderes Detail hervorhebst – etwa Kontrolle im Übergang oder Stabilität während der Bewegung. Lass die Bewegung erkennbar gleich und verändere den Hinweis. So schaffst du Kontinuität und gibst regelmäßig Teilnehmenden zugleich einen neuen Fokus.
- Überprüfe deinen Kursplan nach der Stunde. Notiere, welche Variante die Gruppe gut eingebunden hat, wo ein Übergang abrupt wirkte und welche Übung zusätzliche Erklärungen brauchte. Nutze diese Beobachtungen, um die nächste Stunde zu verfeinern, statt sie komplett neu aufzubauen. Weitere Ideen für deine Planung findest du in einer sorgfältig zusammengestellten Reformer-Übungsbibliothek.
Klare Bewegungs- und Atemanweisungen geben
Gib den Teilnehmenden jeweils eine klare Handlungsanweisung, die zur aktuellen Bewegung passt. Kurze, präzise Hinweise machen deine Übungsabfolge im Studio leichter nachvollziehbar – besonders bei Übergängen.
- Gib die Bewegungsanweisung, bevor die Bewegung beginnt. Nenne die Ausgangsposition und anschließend die erste Aktion. Zum Beispiel: „Stell deine Füße parallel auf, leg deine Hände neben dir ab und bereite dich darauf vor, nach hinten abzurollen.“ So haben die Teilnehmenden einen Moment, um sich auszurichten. Vermeide es, Ausgangsposition, Ausrichtung, Atmung und Korrekturen in eine einzige lange Anweisung zu packen.
- Wähle für jede Übung einen zentralen Aufmerksamkeitspunkt. Bitte die Teilnehmenden zum Beispiel, darauf zu achten, dass ihr Becken bei einer Beinbewegung stabil bleibt. Ist dieser Punkt klar, ergänze nur bei Bedarf einen weiteren Hinweis. Eine Flut von Korrekturen kann von der eigentlichen Übung ablenken. Ein gezielter Hinweis hilft, die Information umzusetzen und dabei bei der Bewegung zu bleiben.
- Stimme Atemanweisungen konkret auf die Abfolge ab. Sage, wann die Teilnehmenden ein- und ausatmen sollen und welche Bewegung den jeweiligen Atemzug begleitet. Leite zum Beispiel das Einatmen zur Vorbereitung und das Ausatmen während einer kontrollierten Anstrengung an, wenn dieses Muster zur Übung passt. Sage in einem anspruchsvollen Moment nicht einfach nur „Atmen“. Die Teilnehmenden brauchen eine umsetzbare Anleitung, nicht bloß eine Erinnerung ans Atmen.
- Gib Hinweise dann, wenn die Teilnehmenden sie nutzen können. Erkläre die Ausgangsposition vor dem Übergang und gib den entscheidenden Bewegungshinweis zum Übungsbeginn. Leite bei einem Roll-down zuerst die Anfangsbewegung an und erinnere beim Zurückkommen an eine kontrollierte Ausführung. Packe nicht jedes Detail an den Anfang. Ein rechtzeitiger Hinweis unterstützt den nächsten Schritt, ohne den Bewegungsfluss zu unterbrechen.
- Passe deine Sprache an die Erfahrung der Gruppe an. Erkläre Anfängern unbekannte Bewegungsbegriffe mit einer kurzen, konkreten Anweisung. Eine Gruppe mit Vorerfahrung braucht möglicherweise weniger Hinweise zur Ausgangsposition und dafür präzisere Details, etwa zur Stabilität während eines Übergangs. Achte auf Fragen und beobachte die Reaktionen. Wenn mehrere Personen an derselben Stelle innehalten, vereinfache die Anweisung bei der nächsten Wiederholung.
- Verwende für wiederkehrende Aktionen dieselben Begriffe. Wenn „Länge schaffen“ in einer Übung bedeutet, die Wirbelsäule zu verlängern, wechsle nicht unvorhersehbar zwischen verschiedenen Beschreibungen. Verknüpfe den Hinweis mit einer sichtbaren Aktion, etwa damit, den Scheitel nach vorne zu schieben. Notiere nach dem Kurs, welche Formulierung flüssige Bewegungen unterstützt hat und welche Anweisung noch erklärt werden musste.
Passe den Hundred bei einer Person mit mehreren künstlichen Gelenken und empfindlichem Nacken, Rücken und Schulterbereich an, statt an der Vorgabe festzuhalten, die Füße 2 Zoll über dem Boden zu halten.
Bitte die Teilnehmenden, ihre Fragen bis zum Kursende zu sammeln, damit sie sie dir stellen können, ohne die Übungen zu unterbrechen.
Zeit für die einzelnen Kursabschnitte einplanen
Ein Stundenplan sollte den Kursschwerpunkt, die Übungsabfolge, die Dauer der einzelnen Abschnitte, die Übergänge und den Abschluss festhalten. Ein Pilates-Gruppenkurs kann 30-60 Minuten dauern. Wie viel Vorbereitungszeit du brauchst, hängt davon ab, wie aufwendig die Übungsabfolge, die Geräteplanung und die individuellen Anpassungen sind.
- Lege die Kursdauer fest, bevor du Übungen zuordnest. Nimm die geplante Stundenlänge als festen Rahmen und teile sie dann in Abschnitte auf. Ein 60-minütiger Plan kann Einstieg, Aufwärmen, eine fließende Kräftigungssequenz, die Integration der Körpermitte, Cooldown und Abschluss umfassen. Bestimme zuerst den Zweck jedes Abschnitts. So bekommt jede Übung ihren Platz und du erkennst leichter, wann die Abfolge zu voll wird.
- Plane Zeit für Einstieg und Aufwärmen ein. Reserviere bei einem 60-minütigen Kurs 3-5 Minuten für den Einstieg und 8-10 Minuten fürs Aufwärmen. Nutze den Einstieg für eine kurze Begrüßung, Sicherheitschecks und Hinweise zur Geräteeinstellung. Bereite den Körper anschließend mit Bewegungen vor, die zum Hauptteil hinführen. Ein geplanter Einstieg verhindert, dass organisatorische Details in die Aufwärmphase hineinreichen.
- Halte die Zeit für die zentrale Kräftigungssequenz frei. Plane in einer 60-minütigen Stunde 18-20 Minuten für die Kräftigung ein. Wähle Übungen, die auf den Kursschwerpunkt hinarbeiten, statt den Abschnitt mit unverbundenen Bewegungen zu füllen. Bei einem Kurs mit Fokus auf kontrollierter Beinarbeit kannst du beispielsweise mehrere zusammengehörige Übungen aufeinander aufbauen, bevor die Position gewechselt wird. Auch anspruchsvollere Optionen sollten in dieselbe Abfolge passen.
- Plane die Integration der Körpermitte und den Cooldown getrennt. Reserviere bei einem 60-minütigen Kurs 10-12 Minuten für die Integration der Körpermitte und 8-10 Minuten für den Cooldown. Diese Trennung sorgt dafür, dass sich der Cooldown wie ein bewusst gestalteter Abschnitt anfühlt und nicht wie nachträglich angehängte Übungen. Baue eine Dehnung ein, die zum Schwerpunkt der Stunde passt, und lass die Teilnehmenden vor dem Abschluss zur Ruhe kommen.
- Plane Übergänge und die letzten Minuten mit ein. Berücksichtige 15-30 Sekunden Puffer für Geräte- oder Mattenwechsel. Reserviere 1-3 Minuten für den Abschluss, einschließlich Ankündigungen und Aufräumen. Vermerke Übergänge direkt bei den jeweiligen Übungen, zum Beispiel den Wechsel vom Stehen auf die Matte. Dieses Detail hilft dir, die Zeitplanung während des Unterrichtens im Blick zu behalten.
- Gleiche die Zeiten vor Kursbeginn ab. Addiere die geplanten Abschnitte und vergleiche die Summe mit der Kursdauer. Die genannten Zeitspannen können einen 60-minütigen Plan ausfüllen. Wähle deshalb Werte, die zusammenpassen, statt überall die Höchstdauer anzusetzen. Wird der Plan zu lang, streiche eine Übung oder verkürze einen Übergang. Behalte dabei den Kursschwerpunkt bei.
Kursschwerpunkt und Kursziel festlegen
Passe einen Pilates-Kurs an, indem du ein gemeinsames Ziel beibehältst und Übungen, Bewegungsumfang oder Schwierigkeitsgrad individuell variierst. Berücksichtige dabei Können, Bewegungserfahrung und die genannten Fitnessziele. Ein klar definiertes Ziel macht auch deine Kursvorbereitung gezielter und effizienter: Es hilft dir, Übungen mit einem eindeutigen Zweck auszuwählen.
- Formuliere das Ziel als beobachtbares Ergebnis. Wähle einen Fokus wie Gleichgewicht bei Übungen im Stehen oder Kontrolle während eines Übergangs. Vermeide allgemeine Ziele wie „den ganzen Körper trainieren“, die kaum Orientierung für die Übungsauswahl bieten. Ein konkretes Ziel gibt jeder Bewegung eine Berechtigung und hilft dir zu entscheiden, was du streichen kannst, wenn die Abfolge zu voll wirkt.
- Wähle Bewegungen, die auf das Ziel hinarbeiten. Liegt der Fokus auf dem Gleichgewicht im Stehen, ordne die Übungen so an, dass die Teilnehmenden zunächst eine stabile Position finden und dann eine kontrollierte Bewegung ergänzen. Achte auf einen zusammenhängenden Aufbau. Eine Übung, die das Ziel nicht unterstützt, kann vom Schwerpunkt ablenken – selbst wenn sie anspruchsvoll oder der Gruppe vertraut ist.
- Biete Optionen innerhalb derselben Übung an. Halte die Gruppe zusammen, indem du Bewegungsumfang, Tempo oder Komplexität anpasst, statt getrennte Abfolgen vorzugeben. Eine Person kann mit einem kleineren Bewegungsumfang arbeiten, während eine andere mehr Kontrolle oder Koordination erprobt. Gib jeder Option einen klaren Zweck und beschreibe sie, ohne eine Variante als die einzig richtige darzustellen.
- Passe den Einstieg an die Erfahrung an. Matten-Pilates wird häufig für Anfänger empfohlen, während Reformer-Kurse anspruchsvoller sein können. Nutze diese Unterscheidung, um einzuschätzen, wie viel Vorbereitung und Bewegungskomplexität dein Plan braucht. Erkläre bei einer Gruppe mit unterschiedlicher Erfahrung zuerst die Ausgangsvariante und biete anschließend eine Steigerung für diejenigen an, die bereit dafür sind.
- Berücksichtige individuelle Bewegungsbedürfnisse. Passe Übungen für Teilnehmende an, deren Beschwerden eine reguläre Kursteilnahme verhindern. Überlege, welche Bewegung ihnen schwerfällt, welchen Bewegungsumfang sie kontrollieren können und ob eine andere Position dasselbe Ziel erfüllt. Verlege eine Übung beispielsweise vom Stehen in eine gestützte Position, wenn das Gleichgewicht die Aufgabe verändert, und behalte dabei den vorgesehenen Schwerpunkt bei.
- Prüfe, ob das Ziel für alle zugänglich bleibt. Gehe deinen Plan vor dem Kurs auf Übungen durch, die bei allen denselben Bewegungsumfang, dieselbe Koordination oder dasselbe Wohlbefinden voraussetzen. Ergänze bei Bedarf einen leichteren Einstieg und eine anspruchsvollere Option. Nutze die Reaktionen der Teilnehmenden als Grundlage für deinen nächsten Plan. Notiere, welche Variante das Ziel erhalten hat und welche noch verfeinert werden muss.
- Verknüpfe das Ziel mit deinen Anweisungen. Nenne zu Beginn kurz den Kursschwerpunkt und greife ihn wieder auf, wenn du passende Übungen einführst. Geht es um Kontrolle, betone Stabilität sowohl während der Bewegung als auch im Übergang. So wird das Ziel greifbar, statt eine Planungsnotiz zu bleiben, von der die Teilnehmenden nichts erfahren. Gleichzeitig erleichtert das deine Pilates-Kursvorbereitung, weil Übungsauswahl und Anweisungen aufeinander abgestimmt bleiben.
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Betrachte jeden Kursplan als hilfreichen Ausgangspunkt, nicht als starres Skript. Halte nach dem Unterrichten eine Beobachtung zur Reaktion der Gruppe und eine Änderung fest, die du beim nächsten Mal vornehmen würdest. Dieser kurze Rückblick macht deine Erfahrung zu einer praktischen Planungshilfe. Mit der Zeit geht es bei einer effizienten Pilates-Kursvorbereitung weniger darum, Details wegzulassen, sondern darum, zu wissen, welche für deinen Unterricht wichtig sind.
Wähle für deine nächste Stunde einen Aspekt aus, den du verfeinern möchtest. Du könntest einen Übergang anpassen, eine Anweisung klarer formulieren oder eine Variante wählen, die das Kursziel besser unterstützt. Ändere bewusst etwas und beobachte anschließend, wie es sich auf den Ablauf auswirkt. Dieses kontinuierliche Vorgehen hilft dir, klarer aufgebaute Kurse zu gestalten und trotzdem Raum zu lassen, um spontan auf die Teilnehmenden einzugehen.
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Häufig gestellte Fragen
Wie plane ich die Musik für meinen Kurs am besten?
Wähle Musik, die die Energie des Kurses unterstützt, ohne deine Anweisungen zu überlagern. Ordne die Tracks passend zum Verlauf der Stunde an: ein ruhiger Einstieg, ein gleichmäßiger Rhythmus für die zentrale Übungsabfolge und ein sanfter Abschluss. Höre dir die Übergänge vor Kursbeginn an, denn abrupte Wechsel können von der Bewegung ablenken. Halte die Lautstärke so niedrig, dass gesprochene Anweisungen klar verständlich bleiben – besonders bei ungewohnten Übungen.
Welche Geräte und Hilfsmittel sollten vor einem Pilates-Kurs bereitliegen?
Bereite die Geräte und Hilfsmittel vor, die du für die geplante Abfolge brauchst, statt jeden Platz mit ungenutzten Dingen zu füllen. Wenn dein Kurs zum Beispiel Rowing auf der Matte enthält, lege leichte Hanteln griffbereit hin. Werden für Knee Stretches Handtücher benötigt, platziere sie vor Kursbeginn. Ordne die Hilfsmittel in der Reihenfolge ihrer Verwendung an, damit Übergänge leichter nachvollziehbar sind.
Gibt es Vorlagen oder Apps für die Pilates-Kursplanung?
Ja. Mit einer einfachen Vorlage kannst du für jede Stunde das Ziel, die Übungsreihenfolge, Übergänge, wichtige Anweisungen und benötigte Geräte festhalten. Wenn du Reformer-Kurse unterrichtest, kannst du auch eine Planungs-App nutzen, um Abfolgen zu organisieren und Übungsdetails während des Unterrichtens griffbereit zu haben. ReformerFlow ist eine mobile App für diesen Ablauf. Wähle ein Format, das sich leicht überarbeiten lässt, damit du nach dem Kurs festhalten kannst, was funktioniert hat, und den nächsten Plan verfeinerst.
Welche Sicherheitschecks sollte ich vor einem Pilates-Kurs durchführen?
Prüfe vor Beginn jeden Trainingsplatz auf sichtbare Gerätemängel, lose Zubehörteile oder Hindernisse im Bewegungsbereich. Achte darauf, dass Hilfsmittel sicher liegen und die Teilnehmenden ihre Plätze ohne Stolperfallen erreichen und verlassen können. Gehe die geplante Abfolge auf Übergänge durch, die besondere Aufmerksamkeit benötigen, und erkläre sie vor Beginn der Bewegung. Wenn jemand Beschwerden meldet, passe die Übungsauswahl oder den Bewegungsumfang an die Situation an.
Wie strukturiere ich einen Pilates-Kurs mit Aufwärmen, Übungen und Cooldown?
Beginne mit Bewegungen, die auf den Hauptteil der Stunde vorbereiten, und baue darauf Übungen auf, die ein klares gemeinsames Ziel unterstützen. Setze anspruchsvollere oder komplexere Bewegungen erst ein, wenn die Teilnehmenden die Abfolge verstanden haben, und vermeide abrupte Positionswechsel. Schließe mit einem Cooldown ab, in dem die Gruppe die Belastung reduziert und zur Ruhe kommt. Verbinde jede Phase mit einem klaren Übergang, damit der Stundenverlauf nachvollziehbar bleibt.
Wie lange dauert die Vorbereitung eines Pilates-Kurses?
Die Vorbereitungszeit hängt davon ab, wie aufwendig die Übungsabfolge, die Geräteplanung und die individuellen Anpassungen sind. Bereite Raum und Geräte vor, bevor die Teilnehmenden eintreffen, und reserviere bei einem 60-minütigen Kurs 3-5 Minuten für den Einstieg und die Sicherheitschecks.
